Niemann sieht das Aus für Adensen

Hildesheimer Allgemeine Zeitung ·

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Niemann sieht das Aus für Adensen

Niemann sieht das Aus für Adensen

Nordstemmen — Erste klare Stellungnahme zum Thema Grundschulen in der Gemeinde Nordstemmen: Der CDU-Bürgermeisterkandidat Udo Niemann sieht angesichts der gegenwärtigen Situation in Adensen einen Fortbestand auf Dauer für „nicht mehr möglich”. Das ist sein Standpunkt „nach reiflicher Überlegung”, den er als Besucher der Schulausschuss-Sitzung und der Zukunftswerkstatt sowie vieler weiterer Gespräche nun eingenommen hat.

Ulrike Jacobs, kommissarische Rektorin in Adensen, hatte in der Ausschuss-Sitzung dargestellt, dass die Klassen mit häufigem Lehrerwechsel rechnen müssen und viel Zeit in der schulischen Entwicklung der Kinder verloren gehe. Niemann betont gegenüber dieser Zeitung ausdrücklich, dass er „das Engagement der Adensener Eltern sehr respektiert”. Doch Niemann sieht die Chancengleichheit Adensener Schüler in einer künftigen Bildungsregion Nordstemmen nicht gewährleistet.

„Ein Ganztagsangebot, wie von der Zukunftskonferenz gefordert, lässt sich in Adensen nicht realisieren”, fügt er noch hinzu. Sein Ergebnis: „Die Standorte in Nordstemmen und Barnten erhalten, alles andere ist nicht real.”

Mitbewerber bei der Bürgermeisterwahl im September ist SPD-Mann Norbert Pallentin. Er hält sich mit einer eigenen Position zurück, versteht sich als möglicher Verwaltungschef eher als Dienstleister der Politik: „Mir ist es egal, ob wir zwei oder drei Standorte haben. Hauptsache ist, es klappt und ist vernünftig.”

Und diese Entscheidung müssen eben die Politiker im Rat treffen, nicht der Bürgermeister. Gleichwohl habe die Verwaltung die Rolle, den Politikern mit Zahlen und Fakten eine Entscheidungsmöglichkeit zu eröffnen.