CDU Rössing für verkehrszeichenfreie Zone im Ort

Hildesheimer Allgemeine Zeitung ·

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CDU Rössing für verkehrszeichenfreie Zone im Ort

Rössing soll künftig auf Schilder verzichten

CDU-Fraktion für verkehrszeichenfreie Zone im Ort

Rössing — Die CDU-Fraktion im Rössinger Ortsrat hat sich für eine verkehrszeichenfreie Zone im Dorf ausgesprochen. Die Fraktion hofft, dass dadurch vor allem der Verkehr in der Masch- und der Bahnhofsstraße beruhigt werden kann. „Würden dort die verkehrsregelnden Schilder abgeschafft, so würde an jeder Abzweigung die Rechts-vor-links-Regelung gelten und dadurch der Durchgangsverkehr gebremst”, schreibt Fraktionssprecher Ernst Baumgarten in seinem Antrag an den Ortsrat.

Die Fraktion nimmt sich Adlum zum Vorbild, wo ebenfalls derzeit die Einführung einer verkehrszeichenfreien Zone zur Verkehrsberuhigung geprüft wird. Die Gemeinde Bohmte im Kreis Osnabrück ist bereits seit 2008 schilderfrei - im Rahmen eines EU-Modellprojekts. Der neue Ansatz des „Shared Space” (zu deutsch etwa: gemeinsam genutzter Raum) sieht vor, dass Autofahrer, Fußgänger, Radfahrer, Sportler und spielende Kindern im Verkehr gleichberechtigt sind.

Der Straßenverkehr soll dabei durch gegenseitige Rücksichtnahme anstelle von Ge- und Verboten durch Schilder und Markierungen geregelt werden.

Ob es auch in Rössing in Zukunft keine Verkehrsschilder mehr geben wird, diskutiert der Ortsrat in seiner öffentlichen Sitzung am Dienstag, 26. Juni, um 19.30 Uhr in der Gaststätte Alt Rössinger Saal (vormals „Olafs BüRo”) in der Maschstraße 1.

Außerdem will das Gremium dann über besondere Aktionen für Jugendliche im Ort diskutieren. Hintergrund sind die zahlreichen Fälle von Vandalismus in Rössing im vergangenen Jahr. Unter anderem wurden Bäume umgeknickt, eine Skater-Anlage angezündet und eine Wand beschmiert.

Neben diesen stehen noch weitere Themen auf der Tagesordnung. So geht es unter anderem um die Teilnahme Rössings am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft”, um die Anschaffung zusätzlicher Hundekotbeutel-Spender, um die Planung der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit und zum Volkstrauertag sowie um einen Zuschuss des Ortsrates, um besondere Steine auf dem Friedhof zu erhalten.