Gemeindebürgermeisterwahl 2020 - CDU-Fraktion will Dombrowski unterstützen
Hildesheimer Allgemeine Zeitung ·
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CDU will Dombrowski unterstützen
Fraktionsbeschluss in Nordstemmen
Nordstemmen — Die CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Nordstemmen hat in einer Sitzung am Mittwochabend beschlossen, keinen Kandidaten aus den eigenen Reihen für das Amt des Bürgermeisters ins Rennen zu schicken, sondern Einzelbewerberin Nicole Dombrowski zu unterstützen. Das will die Fraktion in einer Mitgliederversammlung vorschlagen.
„In den letzten Monaten hat die CDU-Ratsfraktion ein Kandidatenprofil erarbeitet”, heißt es in einer Pressemitteilung der Christdemokraten. Auf dieser Basis habe sie Gespräche mit drei parteiunabhängigen Kandidaten geführt, um eine mögliche Zusammenarbeit auszuloten.
„Für uns von höchster Bedeutung ist die Unterstützung eines Bürgermeisterkandidaten, der fest in der Gemeinde Nordstemmen verwurzelt ist, als Integrationsfigur die bisher harmonische überfraktionelle Zusammenarbeit im Rat mit wechselnden Mehrheiten wahren und die zukünftigen Herausforderungen für ein lebenswertes Nordstemmen richtig einordnen und angehen kann”, schreibt die Fraktion und ergänzt: „Während Parteien auf überregionaler Ebene eine deutliche Orientierung geben, stehen in der Kommunalpolitik kaum parteipolitische Fragen im Mittelpunkt. Es geht vielmehr darum, Wege und Ideen für ein lebenswertes Nordstemmen heute und in Zukunft zu finden und zu entwickeln.”
Nach Auffassung der CDU vereint Nicole Dombrowski als Kennerin der Gemeinde Nordstemmen und Fachkraft im Rathaus alle Fähigkeiten, die gefragt sind. Die CDU-Ratsfraktion werde sie daher der Mitgliederversammlung als Bürgermeisterkandidatin vorschlagen - und sie unabhängig vom Ausgang der Abstimmung im Falle einer erfolgreichen Wahl in ihrer Tätigkeit als Bürgermeisterin unterstützen.
Die Fraktion geht auch noch einmal auf den Austausch mit dem ebenfalls parteiunabhängigen Kandidaten Peter Ulf Geisler ein. Der hatte selbst erklärt, mit der CDU vor allem beim Thema Straßenausbaubeiträge nicht auf einen Nenner gekommen zu sein. Die CDU-Fraktion betont indes: „Unsere Einschätzung zur Situation in der Gemeinde entscheidet sich von seiner in mehreren Bereichen zu deutlich, als dass wir unsere Kandidatenentscheidung an lediglich einer seiner politischen Forderungen festmachen können.”