Gemeindebürgermeisterwahl 2020 - CDU unterstützt Dombrowski
Hildesheimer Allgemeine Zeitung ·
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Mit Dombrowski „zumindest in die Stichwahl”
CDU Nordstemmen stellt sich einmütig hinter von der Führung vorgeschlagene Kandidatin - auch wenn die nicht in der Partei ist
Nordstemmen — Der CDU-Gemeindeverband Nordstemmen hat sich bei einer Mitgliederversammlung einstimmig für Nicole Dombrowski als Bürgermeisterkandidatin entschieden. 28 der insgesamt 30 Mitglieder votierten mit „ja”, zwei enthielten sich. Zuvor hatten die Christdemokraten in der Jahresversammlung Parteichef Bernhard Flegel einstimmig im Amt bestätigt.
Wie berichtet, treten bei der Bürgermeisterwahl am 13. September neben Dombrowski auch Gerald Ludewig (SPD), Holger Schröter-Mallohn (Grüne) und der parteilose Ulf Geisler an. Dombrowski ist kein CDU-Mitglied. „Einen Kandidaten aus den eigenen Reihen haben wir nicht”, stellte Flegel dazu fest. Er habe zwar Mitglieder gefragt, aber nur Absagen bekommen.
„Wir haben uns deshalb in der Fraktion gefragt, welcher der bisherigen Kandidaten auf unserer Linie ist”, berichtete der Parteivorsitzende. So seien „sehr intensive Gespräche” mit mehreren Kandidaten geführt worden. „Und nach unserer Auffassung ist eindeutig Nicole Dombrowski die geeignetste Kandidatin.”
Anschließend stellte sich Dombrowski selbst vor. „Es geht darum, zuhalten, was man verspricht”, warb die 46-Jährige aus Klein Escherde, die seit vier Jahren stellvertretende Leiterin des Fachbereichs 2 (Sicherheit, Einwohnerservice, Bildung und Soziales) ist.
Als Ziele nannte sie eine „solide Finanzpolitik” und den „Erhalt der ländlichen Struktur” in den Dörfern. Kraft ihres Amtes im Rathaus liege ihr natürlich auch die Kinderbetreuung besonders am Herzen. „Das ist quasi mein Steckenpferd.”
Dombrowski versprach, im Falle ihrer Wahl regelmäßig alle Orte der Gemeinde aufzusuchen, um etwaige Beschwerden der Bürger aufzunehmen. Überhaupt sei ihr eine Vernetzung mit verschiedensten Bereichen wichtig. Als die 46-Jährige schließlich versprach, „frischen Wind in die Verwaltung” bringen zu wollen, gab es lautstarken Applaus.
Kurt Rodewald wollte von Dombrowski wissen, wie sie zu einer Industrie-Entwicklung in der Gemeinde steht. „Im Übrigen fühlen wir uns in Rössing bei den Baugebieten total abgehängt”, stellte er fest. Die Kandidatin betonte, dass sie einer Industrie-Entwicklung durchaus positiv gegenüberstehe. Allerdings müsse diese auch nachhaltig sein. „Und bei den Baugebieten sollte es so sein, dass keine Ortschaft ausgeschlossen wird.” Kai Dräger mahnte in diesem Zusammenhang mit Blick auf die Finanzlage der Gemeinde: „Wir müssen wirtschaftsfreundlicher werden!”
Flegel forderte die Versammlung anschließend auf, Dombrowski beim Sammeln der 140 erforderlichen Unterstützer-Unterschriften zu helfen. „Und wenn Sie in Gespräche gehen, empfehlen Sie sie”, rief er seinen Parteifreunden zu. Er gehe davon aus, dass die CDU mit ihrer Kandidatin zumindest in die Stichwahl kommt.
Vor der Kandidatenkür wurden nicht nur Flegel, sondern auch die übrigen Vorstandsmitglieder einstimmig wiedergewählt. So bleibt Sebastian Könneke Parteivize. Schriftführer ist Ingmar Krieger, Schatzmeister Helmut Landsberg.
Gastrednerin war die CDU-Kreisvorsitzende Ute Bertram. „Mit Kommunal- und Bundestagswahl haben wir im nächsten Jahr zwei wichtige Wahlen vor uns”, stellte sie fest. Die Umfragewerte der Partei seien derzeit äußerst gut. „Das liegt vor allem daran, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel gute Arbeit macht”, betonte die Alfelderin. Ein vorrangiges Ziel sei es auf jeden Fall, ein rot-rot-grünes Bündnis auf Bundesebene zu verhindern.