Jahreshauptversammlung der CDU Rössing

Leine Deister Zeitung ·

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Jahreshauptversammlung der CDU Rössing

Einer neuen Entwicklung entgegenstellen

Jahreshauptversammlung des CDU-Ortsverbandes Rössing: Sorge um die Rolle der AfD bei der Kommunalwahl

Rössing — Die Rössinger CDU hat das zuvor selbstgesetzte Ziel nicht erreicht, mehr Mitglieder zu gewinnen. Die Mitgliedszahlen sind stattdessen sogar leicht gesunken. Infolge eines Umzugs und eines Todesfalls gehören derzeit 35 Mitglieder der Partei an. Damit haben die Christdemokraten gegenüber dem Vorjahr zwei Parteifreunde weniger in ihren Reihen. Der Altersdurchschnitt liegt nach Angaben des Vorsitzenden, Sebastian Könneke, bei 61 Jahren. Im Vergleich zu anderen Nachbarorten sei das, so Könneke, „noch relativ jung”.

Insgesamt positiv fiel die Bilanz des Vorsitzenden hinsichtlich der Veranstaltungen wie dem seit Jahren erstmals wieder ausgerichteten Boßelturnier, dem Politischen Frühschoppen, dem Herbstfest im Schlosspark oder dem Herbstessen aus. Schatzmeister Carsten Pirnke berichtete der Versammlung überdies, dass „alle Veranstaltungen 2016 mit einem Überschuss abgeschlossen” hätten. So ist der CDU-Ortsverband für den anstehenden Bundestagswahlkampf auch finanziell gut gerüstet.

Mit dem guten Abschneiden bei der Kommunalwahl wollen sich die Christdemokraten, die die Mehrheit im Ortsrat stellen und drei der zehn Mitglieder der CDU-Fraktion im Gemeinderat, keinesfalls zufrieden geben. Besonders einer Entwicklung möchten sich die Rössinger entgegenstellen.

So verwies Könneke warnend auf die „beachtliche Zahl” der Stimmen, die die AfD bei der Kommunalwahl mit einem weitgehend unbekannten Kandidaten geholt habe. 11,3 Prozent der Rössinger Wähler hatten bei der Kreiswahl ihr Kreuz bei der AfD gemacht. „Das lässt nichts Gutes ahnen”, sagte Könneke.

Aus der Ortsratsarbeit berichtete Carlota von Rössing der Versammlung. Die zwischen Klein Escherde und Rössing geplanten Windkraftanlagen seien das bedeutendste Thema in dem Gremium gewesen - ein Thema, „das das Dorf gespalten hat”. Die Ortsbürgermeisterin bedauerte, dass es in der emotional aufgeheizten Stimmung vielfach nicht gelungen sei, die Entscheidungsmöglichkeiten des Ortsrates zu vermitteln: „Wir haben versucht, vernünftig zu erklären, welche Optionen vorhanden waren.”

Offen ist ihren Angaben zufolge, wie es in Sachen Windpark weitergeht: „Das Damokles-Schwert schwebt immer noch über uns.” Wenn der Windpark tatsächlich abgelehnt würde und Investoren mit einer Klage gegen den negativen Bescheid erfolgreich wären, könnte der vom Rat beschlossene Abstand von 800 Metern zum Siedlungsgebiet vom Tisch sein: „Dann können Investoren bis 450 Meter an den Ort heran.”

Einstimmig wählte die Versammlung Christin Kaufmann zur neuen Mitgliederbeauftragten.

Neben der Wahl standen in Rössing Ehrungen auf der Tagesordnung. Für 45 Jahre Mitgliedschaft wurde Kurt Rodewald geehrt. Jeweils 35 Jahre gehören Uwe Dietrich, Peter Winkler, Friedrich Kämpfer, Ernst Baumgarten und der in Abwesenheit für die langjährige Treue zu den Christdemokraten ausgezeichnete Manfred Ostermann der Partei an. Ebenfalls in Abwesenheit geehrt wurde Marina Manke, die seit 20 Jahren CDU-Mitglied ist.