Besichtigung Gärtnerei Lehnhoff
Leine Deister Zeitung ·
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Ein Generationengeschäft
CDU-Gemeindeverband organisiert Besichtigung der Gärtnerei Lehnhoff
Groß Escherde — „Ich hätte nie gedacht, dass so eine große Resonanz da ist, und das ist schön”, sagte Bernhard Flegel als CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender zur Begrüßung. Rund 40 Leute waren der Einladung gefolgt, den Gärtnereibetrieb Lehnhoff in Groß Escherde einmal zu besichtigen.
Vielen war gar nicht bewusst, dass sich am südöstlichen Rand Groß Escherdes ein derart großer Betrieb befindet, der unter anderem auch für den Großmarkt in Hannover produziert. Unter den Besuchern war auch Bundestagsabgeordnete Ute Bertram, die sich ebenfalls ein Bild von der Arbeit der Familie Lehnhoff machen wollte.
Die betreibt die Gärtnerei generationenübergreifend. Ernst Lehnhoff hat das Grundstück im Jahr 1964 mit seiner Frau erworben, im Jahr 1996 übernahm sein Sohn Thomas das Geschäft. „Mein Enkel ist beflissen, in dieselben Fußstapfen zu treten”, verriet Ernst Lehnhoff, woraufhin Enkel Vincent Lehnhoff zustimmend nickte. 15 bis 20 Mitarbeiter werden laut dem Senior in der Gärtnerei Lehnhoff beschäftigt, im Winter seien es weniger. „Wir haben sogar schon einige unserer Mitarbeiter in der dritten Generation”, sagte er.
„Der Lehnhoff, der spritzt ständig”, nannte Thomas Lehnhoff ein Gerücht, das gerne aufkomme und das auch die Besucher interessierte. Doch hatte er eine Überraschung für die zahlreichen Zuhörer: „Unser Hauptpflanzenschutzmittel ist Backpulver. Das ist ein Fungizid und wirkt prophylaktisch gegen Pilze”, so Lehnhoff. Das sei auch der Grund, warum es so häufig gespritzt werde: Mehrmals in der Woche kämen 150 Gramm Backpulver auf 100 Liter Wasser und anschließend auf den Bestand, der sich auf ein großes Freigelände und mehrere Gewächshäuser aufteilt.
Besonders interessant für die Besucher war die Entwicklung des Blumenmarktes. Dazu sagte Thomas Lehnhoff: „Es wurden meines Erachtens noch nie so viele Blumen gekauft wie im vergangenen Jahr - nur selten im Fachhandel. Dort gehen die Leute nur noch hin, wenn sie etwas Besonderes wollen.”
Beeindruckt ließen sich die Besucher über das Gelände führen und stellten bei der Gelegenheit zahlreiche Fragen, die ihnen gerne beantwortet wurden.